Bergen eines Verletzten vom Trampolin

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Leider lassen sich trotz aller Umsicht Verletzungen nicht immer vermeiden.

Es obliegt der Verantwortung des Übungsleiters zu entscheiden wie darauf reagiert werden muss. Die Aufzählung beginnt mit dem schlimmsten anzunehmenden Fall, weil ich mich in dieser Reihenfolge zur angebrachten Reaktion vorarbeiten würde.

  1. Kann/ darf der Aktive bewegt werden (Zu starke Schmerzen oder schwere Verletzungen der Wirbelsäule können das verbieten)
  2. Benötigt der Aktive ärztliche Versorgung (Krankentransport, Krankenhaus)
  3. Kann der Aktive das Training nicht fortsetzen (muss er abgeholt/ gebracht werden oder kann er selbst nach Hause)
  4. Trösten (wirkt bei kleinen und großen Kinder oft wahre Wunder)

Wenn die Sicherheitstipps (und -pflichten!!) beachtet wurden gehen die Unfälle meist glimpflich aus.

In jedem Fall sollte der Trainingsbetrieb soweit möglich fortgesetzt werden. Es nützt niemandem wenn sich um den Verletzten eine Menschentraube bildet. Eher im Gegenteil. Das ist der beste Weg dem Verletzten etwas Ruhe und den anderen Ablenkung zu verschaffen. Natürlich muss trotzdem die Aufsicht der anderen Kinder gewährleistet sein.

Sanitätern den sicheren Zugang auf dem Trampolin ermöglichen

Wenn die Entscheidung für einen Krankentransport gefallen ist, ist die Verantwortung des Übungsleiters natürlich noch nicht beendet. Das der verletzte Aktive weiter betreut werden muss ist selbstverständlich. Den Sanitätern muss aber auch der Zugang zum Aktiven ermöglicht werden und das ohne zu viele zusätzliche Schmerzen zu verursachen. Wie soll das gehen? Kurzeinführung in die Federwirkung des Trampolins?

Am einfachsten ist es natürlich wenn der Aktive das Trampolin noch verlassen kann (oder das Verlassen mit der Verletzung zusammengefallen ist). Eine Turnbank kann dafür zur Rutsche umfunktioniert werden. Ein Ende der Bank wird auf den Trampolinrand aufgelegt. Beim Rutschen ist der/ die Verletzte natürlich zu sichern und zu bremsen!

Manchmal erscheint die Verletzung aber so schlimm, das man die Bergung vom Trampolin nur den Sanitätern überlassen kann. Da die meisten Sanitäter keine Trampolinerfahrung haben und selbst kleine Bewegungen schmerzhaft oder schädlich sein können müssen wir noch etwas unterstützen.

Es hat sich als wenig effektiv herausgestellt z.B. eine Turnbank als Brücke über das Trampolin zu legen um das Tuch nicht betreten zu müssen.

Man kann aber das Trampolintuch von unten stützen. Ich habe das mit Turnkästen, Transportwagen für Turnmatten und den Matten selbst getestet. Alles funktioniert, vorausgesetzt es passt unter dem Rahmen durch. Eine der Unterstützungen sollte möglichst direkt unter den Aktiven positioniert werden. Je dichter an das Trampolintuch von unten herangebaut werden kann, desto stabiler wird es. Zwischen Kastendeckel und Tuch können, soweit möglich, Niedersprungmatten geschoben werden. Man kann sich jetzt dem Verletzten nähern, ohne das das Tuch runtergedrückt wird oder gar gefedert wird.

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