Geschichte

Aus Trampolinwiki
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Der Anfang

Schon im Mittelalter wird von Gauklern aus dem Spanischen Königreich berichtet, die mit einer akrobatischen Darstellung auf einem aufgespannten Tuch als "Trampolinos" agierten. Auch das nordische "Fuchsenwerfen", ein Spiel der Wikinger, bei dem eine kleinere Person auf einem Fell liegt und von möglichst vielen anderen in die Luft geschleudert wird und das dem heute im allgemeinen Kinderturnen bekannten Schwungtuch sehr ähnlich ist, kann als Urquelle für das Trampolinturnen gesehen werden.

George Nissen und Larry Griswold (USA) waren die beiden Erfinder des ersten zusammenklappbaren und turnhallentauglichen Trampolingeräts. Aber George Nissen ist Diplomsportlehrer und war Trainer für das Wasserspringen.

Das von ihnen 1926 in den USA aus der Beobachtung von Varietékünstlern für das Wintertraining von Wasserspringern entwickelte Gerät ist der Ursprung. Damals hatten die Wasserspringer kaum Möglichkeiten, in Hallenschwimmbädern eine Sprunganlage zu finden. Seit 1936 entwickelte sich das "Trampolining" zur eigenständigen Sportart.

Er vermarktete es in Amerika seit 1934 und gründete eine Firma zum Bau von Trampolinen. Nach dem zweiten Weltkrieg begann er auch in Europa für das neue Sportgerät zu werben. 1947 wurde in Dallas (USA) der erste weitergehende Wettkampf ausgetragen.

1959 ist die Sportart durch den Internationalen Turnerbund für eigenständig erklärt worden und 1964 fanden in London die ersten Weltmeisterschaften statt. Im selben Jahr wurde der Internationale Trampolin Verband (FIT) in Frankfurt am Main gegründet. Den ersten offiziellen Wettkampf in Deutschland trugen im selben Jahr die Studenten der Uni Freiburg mit der Deutschen Sporthochschule Köln aus.

1960 Erste Deutsche Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften

1964 Erste Weltmeisterschaften in London

1964 Erste Deutsche Synchronmeisterschaften

1965 Erste Weltmeisterschaft im Synchronturnen

1968 5. WM, von da an alle 2 Jahre

1969 Erste Europameisterschaften in Paris im Einzel- und Synchronturnen

Diese Meisterschaften werden seitdem regelmäßig durchgeführt, wobei die Deutschen Meisterschaften jedes Jahr und die Europa- und Weltmeisterschaften seit 1968 bzw. 1969 im Zwei-Jahres-Turnus durchgeführt werden.

Am 1. September 1997 beschloss das Internationale Olympische Komitee in Lausanne, Schweiz, endgültig die Aufnahme der Trampolin-Einzelkonkurrenzen in das offizielle Programm der Olympischen Spiele 2000 in Sydney.

Relevante Links und Internetquellen

http://en.wikipedia.org/wiki/George_Nissen

http://de.wikipedia.org/wiki/Trampolinturnen

Quellen

Braecklein, Heinz "Trampolinturnen I"; Frankfurt/Main 1960

La Due, Frank / Norman, J. "This is Trampolining"; Iowa 1956

Riehle, Hartmut "Die Biomechanik der Wirbelsäule beim Trampolinturnen" (Schriftenreihe der DSHS Köln, Bd.2); Sankt Augustrin 1979

Schmitt, Sabine "Trampolinturnen" (Schriftenreihe zur Praxis der Leibeserziehung und des Sports, Bd. 196); Schorndorf 1990

Marcel Meyer; Dorotheé Christlieb; Nicola Keuning: Trampolin. Schwerelosigkeit leicht gemacht

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