Körperschwerpunkt

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Einführung

Der Körperschwerpunkt (KSP) ist der gedachte Körpermittelpunkt. Man kann sich vorstellen, dass ein Körper auf dem KSP balanciert werden kann und im Gleichgewicht bleibt. Ein Trampolinspringer, der es schafft seinen Körperschwerpunkt genau über den Füßen zu halten wird, solange er still hält, ohne eine Bewegung auf der Stelle auf und ab springen.

Der Körperschwerpunkt ist die Summe der Teilkörperschwerpunkte. Ein abstraktes Beispiel: Steckt man 2 Strohhalme ineinander, so ist der neue Körperschwerpunkt der beiden genau in der Mitte zwischen den Körperschwerpunkten der beiden Halme. Schwierig wird es, wenn die beiden Teilkörper unterschiedlich schwer sind. Denn dann verschiebt sich der Gesamtschwerpunkt in Richtung des schwereren Körpers, abhängig von dem Gewichtsunterschied.

Diese Tatsachen machen den Körperschwerpunkten eines Menschen in der Theorie sehr kompliziert. Er ist abhängig von den vielen Teilkörpern, wie Kopf, Oberarmen, Unterarmen, Oberschenkeln, Unterschenkeln, ja sogar den Fingergliedern, wenn man es genau nehmen will. Je größer das Eigengewicht eines Körperteils, desto höher ist sein Einfluss auf den Gesamtkörperschwerpunkt.

Im praktischen Leben, haben wir gelernt, den KSP zu spüren und zu nutzen. Allein beim Gehen können wir die Teilkörperschwerpunkte auf geschickte Art so aufeinander abstimmen, dass wir nicht umfallen. Wer mal gestolpert ist, weiss was es bedeutet, den Körperschwerpunkt nicht mehr über den Füßen zu haben. Wir versuchen das Gleichgewicht wieder zu gewinnen indem wir einerseits versuchen den Körperschwerpunkt zu beeinflussen (z.B. durch Armerudern, was biomechanisch durch die Rotation zu komplex ist um sie hier zu erläutern) oder eben indem wir versuchen die Füße wieder unter den KSP zu bringen.

Der KSP beim Trampolinturnen

Beim Trampolinturnen lassen sich die Einflüsse des KSP gut in der Rückenlandung beobachten. Ein Turner, der die gestreckten Beine zusammen und leicht zum Körper gezogen hält, wird ohne zu kippen im Rücken weiter springen. Durch das relativ große Gewicht der Beine reicht eine leichte Bewegung der Beine nach vorne aus, um das Gleichgewicht zu stören und den Körper nach vorne kippen zu lassen (die entstehende Rotation müssen wir hier vernachlässigen).

Auch bei Standsprüngen bewirkt die Bewegung der Arme beim Armzug eine Veränderung des KSP. Der Oberkörper bewegt sich zum Ausgleich leicht nach hinten (bis die Arme in der Waagerechten sind, danach wieder nach vorne). Durch das geringe Gewicht der Arme ist die Bewegung sehr unscheinbar und so normal, dass wir sie kaum wahrnehmen. Beim Bücksprung sieht man dagegen deutlich, dass Beine und Oberkörper sich aufeinander zu bewegen müssen um im Gleichgewicht zu bleiben. Viele Springer, die eigentlich beweglich genug sind können zunächst mit den Händen nicht an die Füße reichen. Das liegt daran, dass sie es nicht wagen die Füße bis zur waagerechten anzuheben. Das ist aber nötig um auch Hände und Oberkörper so weit nach vorne bringen zu können, dass die Füße erreicht werden können.

Interessant zu wissen ist es, dass der Körperschwerpunkt nicht innerhalb des Körpers liegen muss. Von der Seite betrachtet wandert der Körperschwerpunkt beispielsweise bei der Bücke nach vorne. Er liegt bei einer engen Bücke deutlich über dem Bauchnabel zwischen den Beinen und dem Oberkörper. Ksp.gif

Quellen

Kassat, Georg: Biomechanik für Nicht-Biomechaniker, Rödinghausen, 1993
http://www.sportunterricht.de/lksport/ksp.html

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